Einsätze

2017.10.15 FF Wulkaprodersdorf: VKU auf B50

Nach einem Verkehrsunfall auf der B50, bei dem ein PKW und ein Motorrad zusammenstießen, wurde die FF Wulkaprodersdorf am 15.10.2017 um 16:00 Uhr zur Fahrzeugbergung alarmiert. 14 Mann machten sich mit dem TLFA2000, dem KRF-S samt Abschleppanhänger und dem MTF auf den Weg. An der Unglücksstelle hatte die Polizei die Straße bereits gesperrt und den Verkehr umgeleitet. Auch das Rote Kreuz war mit 2 Rettungswagen sowie dem Notarztwagen anwesend. Da beide Personen, die mit dem Motorrad unterwegs waren, schwere Verletzungen aufwiesen, war ebenfalls der Notarzthubschrauber Christophorus 3 am Unfallort. Das Motorradteam wurde nach deren Stabilisierung mit dem Notarztwagen bzw. dem Hubschrauber in Spitäler gebracht. Den Fahrer des PKW nahm das Team eines Rettungswagens mit ins Krankenhaus. Nach der Unfalldokumentation durch die Polizei konnte die Bergung der Fahrzeuge vorgenommen werden. Um 17:35 Uhr war die Mannschaft der FF Wulkaprodersdorf wieder zurück im Feuerwehrhaus.

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2017.10.19 FF Wimpassing und Leithaprodersdorf: Assistenzeinsatz in Wampersdorf

 

(Text und Foto) Stefan Schneider BFK Baden

In den Donnerstagmorgenstunden des 19. Oktober 2017 ist auf dem Dachstuhl eines Wohngebäudes, am Gelände eines örtlichen Gewerbebetriebes in Wampersdorf, ein Brand ausgebrochen.

Kurz vor 02:45 Uhr erhielt Feuerwehr-Kommandant Erich Knötzl einen Anruf, dass ein Brand am dortigen Gelände ausgebrochen ist. Knötzl kontaktierte sofort die Feuerwehr Bezirksalarmzentrale (BAZ) Baden, welche die Feuerwehr Wampersdorf vorerst "nur" zu einem Kleinbrand alarmierte, da keine weiteren Angaben bekannt waren. Wenige Minuten später langten mehrere Notrufe bei der BAZ ein, wobei nun bereits von aus dem Dachstuhl schlagenden Flammen gesprochen wird.

Aufgrund dessen erhöht der diensthabende Leitstellendisponent die Alarmstufe auf B3 mit dem Lagebild Dachstuhlbrand und alarmierte weitere Feuerwehren. Bei Eintreffen des ersten Fahrzeuges der Feuerwehr Wampersdorf schlugen bereits Flammen aus mehreren Dachstuhlfenster. Umgehend wurde vom Feuerwehreinsatzleiter eine Erkundung durchgeführt. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, ob sich noch Personen in dem Gebäude befinden, wurde ein Atemschutztrupp mit einer Löschleitung ins Gebäude entsendet. Im Obergeschoß konnten keine Personen aufgefunden werden. Die Flammen hatten bereits einen Großteil des Dachstuhles, welcher durch mehrere Zimmer getrennt war, erfasst.

Seitens der Feuerwehr wurde neben einem gezielten Innenangriff unter Atemschutz, welcher auch unmittelbar Wirkung zeigte, auch ein massiver Außenangriff auf die Vorder- und Rückseite des Gebäudes gestartet. Über die in Stellung gebrachte Teleskopmastbühne wurde der Dachstuhlbrand von oben bekämpft. In Folge mussten weitere Atemschutztrupps die Brandbekämpfung über Schiebe- und Steckleitern, direkt am Dachstuhl, weiterführen. Laufend wurden nun die Atemschutztrupps ausgetauscht und die Atemluftflaschen am errichteten Atemschutz-Sammelplatz neu befüllt.

Erst um 09:30 Uhr konnte vom Feuerwehr-Einsatzleiter Kommandant Erich Knötzl „Brand aus" gegeben werden. An dem Wohnhaus entstand enormer Sachschaden. Die Polizei hat die ersten Erhebungen bereits in den Morgenstunden durchgeführt.

Im Einsatz befanden sich 130 Feuerwehrleute aus insgesamt 9 freiwilligen Feuerwehren (FF Wampersdorf, FF Pottendorf, FF Landegg, FF Siegersdorf, FF Weigelsdorf, FF Schranawand, FF Deutsch-Brodersdorf, aus dem Nachbar-Bundesland Burgenland die FF Wimpassing an der Leitha und FF Leithaprodersdorf), sowie 2 Rettungstransportfahrzeuge (Rotes Kreuz Landegg-Ebenfurth u. Arbeiter Samariterbund Ebreichsdorf), Sektorstreife der Polizei, Energieversorger, 2 Mitglieder vom BFK Presseteam

2017.10.20 Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb in Wulkaprodersdorf

 

Nicht ganz ein Jahr nach dem Großeinsatz in Wimpassing waren die Feuerwehren des Bezirkes wieder durch ein Großschadenereignis gefordert. Am 20.10.2017 gegen 22:00 Uhr brach ein Brand in einem Entsorgungsbetrieb in Wulkaprodersdorf aus. Ballen aus gepressten PET-Flaschen, die im Freigelände gelagert waren, sind in Brand geraten. Der Brand breitete sich rasch aus, griff auf ein Förderband über und drohte auch auf die Halle überzugreifen.

Die Ortsfeuerwehr Wulkaprodersdorf wurde gegen 22:30 Uhr alarmiert. Schon bei der Anfahrt alarmierte Einsatzleiter ABI Robert Csukovits die Wehren des Abschnittes 3 nach. Unter schwerem Atemschutz wurde mit mehreren Rohren vorgegangen. Die Wasserversorgung war im ersten Schritt durch einen Löschteich und eine Zisterne sichergestellt. Bald wurde klar, dass aufgrund des großen Ausmaßes und der hohen Brandlast mit den vorhandenen Kräften nicht das Auslangen gefunden werden konnte.

Deshalb entschied die Einsatzleitung, den 600 Meter entfernten Hirmerbach aufzustauen und von dort mit mehreren Zubringerleitung die Wasserversorgung durchzuführen. Dazu wurden weitere Wehren des Bezirkes und zusätzlich zwei Großtankwagen der Feuerwehren Wr. Neustadt und Gols alarmiert. In der ersten Phase musste auch die Bahnstrecke der Raaberbahn, die unmittelbar neben dem Entsorgungsbetrieb vorbeiführt, gesperrt werden.

Das Rote Kreuz (Schnelleinsatzgruppen Eisenstadt und Mattersburg) kümmerte sich um die Erste Hilfe und die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Speisen. Die Kollegen des Roten Kreuzes mussten leider auch zwei verletzte Feuerwehrmitglieder erstversorgen und in ein Krankenhaus bringen. 

Gegen 05:00 in der Früh war der Brand großteils unter Kontrolle. Es wurde begonnen mittels Bagger die betroffenen Kunststoffballen zu zerlegen und Stück für Stück abzulöschen. Um 06:00 Uhr waren 27 Feuerwehren mit 71 Fahrzeugen und rund 400 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Danach wurden die meisten Einsatzkräfte des Bezirkes durch die Wehren des Nachbarbezirks Mattersburg abgelöst. Die Löscharbeiten dauerten noch den ganzen Tag über an und um 18:00 Uhr wurden die Mattersburger Wehren von Feuerwehren des Bezirkes Oberpullendorf abgelöst.

Die Wasserversorgung wurde von elf Wasserentnahmestellen (2 Hydranten, 1 Zisterne, 1 Löschteich und 7 Zubringerleitungen vom Hirmerbach) sichergestellt. Insgesamt waren etwa 800 Feuerwehrmitglieder aus den Bezirken Eisenstadt, Mattersburg, Neusiedl und Wr. Neustadt zwei Tage lang im Einsatz. 

Das Bezirksfeuerwehrkommando Eisenstadt-Umgebung bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und die großartige Zusammenarbeit.

Fotos vom Einsatz

Onlineberichte:

ORF

Kurier

Krone

BVZ

Bezirksblätter

 

 

 

 

 

 

2017.09.27 STF Purbach: LKW-Brand durch Kontakt mit Bahnoberleitung


Bereits zum 3. mal innerhalb eines Jahres kam es auf dem Gleiskörper, im Bahnhofbereich von Purbach, zu einem LKW Unfall. Gegen 15:40 fuhr ein LKW mit ausgefahrenem Hydraulikkran über den Bahnübergang, blieb dabei in der unter Strom stehenden Oberleitung hängen. Durch den Stromschlag entzündete sich der LKW und geriet daraufhin in Brand.

Die alarmierte Stadtfeuerwehr Purbach informierte die Österreichen Bundesbahnen, welche für die Abschaltung und Erdung der Oberleitung sorgte. Die folgenden Löscharbeiten verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das Führerhaus und benachbarte Gebäude. Paralell zu den Löscharbeiten mussten eingeschlossene Fahrgäste aus einem in der Ortseinfahrt gestoppten Zug evakuiert werden.

Da die Fahrbahn durch die große Hitze massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste der Bahnübergang gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Der Fahrer des LKW wurde leicht verletzt.